medpoint. Ärztliche Fortbildungen – CME-zertifiziert!
Mittwoch, 26.08.2026 | 16.00 – 20.00 Uhr | Dachlounge RBB – Studio 14
Die Bauchraum Dialoge Westend widmen sich aktuellen diagnostischen und therapeutischen Herausforderungen der gastroösophagealen Refluxerkrankung, von der differenzierten Abklärung des Sodbrennens über den evidenzbasierten Einsatz von PPI bis hin zu Therapieeskalation, Barrett-Management und chirurgischen Optionen. Ergänzend werden praxisrelevante Aspekte wie Reflux nach bariatrischer Chirurgie sowie personalisierte ernährungsmedizinische Ansätze diskutiert, mit Fokus auf interdisziplinäre und klinisch anwendbare Entscheidungswege.

Bauch­raum Dialoge West­end: Ösophageale Reflux (GERD)

Bauchraum Dialoge Westend
Mit 4 CME-Punkten zertifiziert

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Ihr Fachgebiet/Spezialisierung

Programm
26.08.2026

Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Gero Puhl
Prof. Dr. Andreas Sturm
DRK Kliniken Berlin Westend

15.30 Registrierung & kollegialer Austausch

16.00
Begrüßung, Einführung und Gesamtmoderation
Prof. Dr. Gero Puhl
Prof. Dr. Andreas Sturm
Dr. Matthias Pross
Dr. René Pschowski
16.05

DD-Sodbrennen – steckt immer die Säure
dahinter?

PD Dr. Chritoph Schmöcker
16.30
PPI zwischen Evidenz und Verunsicherung: Wie beraten wir zu Osteoporose, Demenz & Co
Dr. Angelika Behrens
16.55
Therapieeskalation bei refraktärem Reflux: Timing, Dosis, Wechsel, Add-ons – pragmatischer Algorithmus?
Dr. Thomas Brunk
17.20
Barrettmetaplasien und Dysplasie: wann watch and wait, wie behandeln?
Prof. Dr. Siegbert Faiss
17.45 Uhr Pause
18.00
Indikation und chirurgische Optionen bei GERD
Prof. Dr. Sven-Christian Schmidt
18.25
Reflux nach Magenbypass
Prof. Dr. Matthias Pross
18.50
Personal trigger identification: Personalisierte Ernährungsmedizin bei GERD
Prof. Dr. Andreas Michalsen
19.15

Fallbeispiele:
u.a. Salvage-OP nach Thoraxmagenreposition, “double-tract” Rekonstruktion als re-do chirurgische Option, Dysphagie-Management nach Fundoplikation

verschiedene Referenten
20.00 Uhr Get Together mit BBQ über den Dächern Berlins

Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung

Hernien gehören zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen und stellen einen wesentlichen Bestandteil der viszeralchirurgischen Versorgung dar. Trotz standardisierter Verfahren ist die Behandlung insbesondere komplexer Hernienformen weiterhin mit erheblichen diagnostischen und therapeutischen Herausforderungen verbunden. Die Bauchraum Dialoge Westend greifen diese Themen auf und beleuchten aktuelle Entwicklungen in der Hernienchirurgie aus klinischer und praktischer Perspektive.

Leistenhernien stellen die häufigste Form dar und werden routinemäßig operativ versorgt. Dennoch besteht weiterhin Diskussionsbedarf hinsichtlich der optimalen Operationsmethode, insbesondere im Spannungsfeld zwischen offenen und minimalinvasiven Verfahren. Die Wahl der Technik hängt dabei von patientenspezifischen Faktoren, Rezidivrisiko und operativer Erfahrung ab. Moderne laparoskopische und robotisch assistierte Verfahren erweitern die therapeutischen Möglichkeiten und ermöglichen eine individuell angepasste Versorgung.

Narbenhernien stellen eine besondere Herausforderung dar, da sie häufig im Kontext vorangegangener Operationen auftreten und mit komplexen Defektsituationen einhergehen. Die chirurgische Versorgung erfordert hier nicht nur eine präzise Planung, sondern auch den Einsatz spezialisierter Techniken zur Rekonstruktion der Bauchwand. Insbesondere große Defekte oder sogenannte Loss-of-domain-Hernien erfordern interdisziplinäre Konzepte und innovative operative Ansätze, um funktionelle und ästhetische Ergebnisse zu optimieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Hiatushernien und refluxassoziierten Erkrankungen. Diese stellen eine Schnittstelle zwischen Viszeralchirurgie und Gastroenterologie dar und erfordern eine differenzierte diagnostische Abklärung sowie eine individuell angepasste Therapie. Neben konservativen Ansätzen gewinnen auch operative Verfahren zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei therapierefraktären Verläufen.

Neben den rein chirurgischen Aspekten spielen auch strukturelle und organisatorische Faktoren eine wichtige Rolle. Die Einführung neuer Vergütungssysteme, wie etwa der Hybrid-DRG, hat direkte Auswirkungen auf die Dokumentation, Abrechnung und Versorgungsstrukturen. Diese Veränderungen erfordern eine enge Verzahnung von medizinischer Expertise und ökonomischem Verständnis.

Die Bauchraum Dialoge Westend bieten eine Plattform für den interdisziplinären Austausch zwischen Chirurgie, Gastroenterologie und angrenzenden Fachgebieten. Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen und konkrete Lösungsansätze für den klinischen Alltag zu entwickeln. Durch die Kombination aus evidenzbasierter Medizin, operativer Expertise und praxisnaher Diskussion wird eine fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung der Patientenversorgung geschaffen.

Das vollständige wissenschaftliche Programm mit Referenten und Zeitstruktur ist im Detail im Veranstaltungsdokument aufgeführt:
Download Programm Bauchraum Dialoge Westend

Sponsoren

GOLD-PARTNER
DRK Kliniken Berlin
EUR 3.000
SILBER-PARTNER
Bristol Myers Squibb
EUR 1.500
Celltrion healthcare
EUR 1.500
Falk Foundation
EUR 1.500
BRONZE-PARTNER

AstraZeneca GmbH

EUR 1.000

Roche Pharma AG

EUR 1.000

Danone

EUR 250